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Es reicht.


Unser erneuter Besuch im Flüchtlingscamp von Bunutan hat uns wachgerüttelt. Die etwa 800 Menschen, die hier untergebracht sind, haben ihre Häuser verlassen müssen, weil diese in vom Vulkan Agung akut gefährdeten Zonen liegen. Akut gefährdet heisst, dass sie bei einem Ausbruch entweder durch pyroklastische Ströme mit mehreren hundert Km/h ausgelöscht oder aber von Lava bedeckt werden. Da der Vulkan jede Minute ausbrechen kann, ist die Gefahr sehr real.

Trotzdem zieht es die Menschen tagsüber immer wieder zu ihren Häusern zurück. Kein Wunder, haben sie doch alles stehen und liegen lassen müssen, was sie besitzen. Unter anderem ihre Tiere: Kühe, Schweine, Hühner, Enten, Vögel, Hunde, Katzen ... in einem traditionellen, balinesischen Haushalt tummelt sich so einiges, das entweder 4 Beine oder ein Flügelpaar hat. Einige Glückliche konnten ihre Kuh ins Lager mitbringen. Die anderen mussten sie entweder zu einem Spottpreis auf die Schnelle an Profiteure verkaufen oder zurücklassen. Wenn immer möglich gehen sie nach Hause, um die Tiere zu füttern.

Diese Situation könnte noch eine ganze Weile unverändert andauern. Kein Experte weiss, wann oder überhaupt ob der Vulkan ausbricht. Der Agung ist eine Diva, bei der man nie weiss, ob sie nun ihren grossen Auftritt hat oder vorher hinter Bühne zusammenbricht. Die Flüchtlinge müssen mit dieser Ungewissheit leben. Es ist die Ungewissheit, ob sie durch den Arbeitsausfall nur finanziell ruiniert sind oder ob sie zudem noch ihr gesamtes Hab und Gut inklusive Dach über dem Kopf verlieren.

Uns reicht es jedenfalls. Wir wollen mehr tun, als nur ein paar Lebensmittel spenden. Deshalb haben wir ein Spendenkonto eingerichtet:

IBAN: CH56 0483 5043 1900 6101 9

Begünstigte: Roy Hitchman und Ines Abraham, 80852 Bali

Zweck: Agung

Und der zu erwartende Aufruf folgt auf dem Fuss:

Bitte helft!