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Agung erupsi

Seit Dienstag, 21.11.2017, etwa 17 Uhr Ortszeit ist es soweit. Das Warten hat ein Ende. Der Vulkan ist ausgebrochen. Es war eine kleine, phreatische Eruption, d.h. die Hauptakteure waren Wasser und Hitze, was eine Explosion auslöste und die Nebenakteure Asche und Geröll in die Luft schleuderte. Keine Schäden, keine Lava, kein Drama. Nicht einmal die Alarmstufe des Vulkans wurde erhöht. Sie ist immer noch auf Stufe 3. Der 6-km-Radius, der bereits seit September menschenleer sein sollte, ist es jetzt hoffentlich wirklich. Einige Menschen wurden erneut evakuiert.

Die kleine Aschewolke verteilt sich dank wechselnder Windrichtungen relativ schnell. In den nächsten Tagen soll der Wind mehrheitlich nach Süden wehen, weshalb allfällige neue Asche auf die Regionalhauptstadt Amlapura niedergehen könnte. Bisher ist keine Lava gesichtet worden, doch Experten vermuten das Magma dicht unter der Krateröffnung. Echte Prognosen können jedoch keine gemacht werden. Der Ausbruch könnte von den heftigen Regenfällen der letzten Tage verursacht worden sein und keine Nachwehen haben. Er könnte aber auch der Beginn einer längerdauernden Aktivität des Vulkans mit einem oder mehreren schweren Ausbrüchen sein inklusive Lavaflüsse, pyroklastische Ströme und Lahare.

Momentan ist die offizielle Devise der Behörden jedoch: Ruhe bewahren.