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News von Magma Indonesia

Nach Auswertung der bisherigen, zunehmend heftigen Ausbrüche am 21., 25. und 26. November, Erdbebenanalysen und Drohnenflügen mit Luftprobenentnahme gibt die nationale Behörde Magma Indonesia heute ihre neuesten Befunde bekannt. Hier eine Zusammenfassung:

Basierend auf den Untersuchungen lautet ihre Einschätzung, dass der Vulkan in eine magmatische Ausbruchsphase übergegangen ist. Das bedeutet, dass das Magma wahrscheinlich bis zum Krater aufgestiegen und bis zur Oberfläche durchgedrungen ist. Ihrer Einschätzung nach ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass ein grösserer Ausbruch bevorsteht. Sie betonen aber, dass Vorhersagen bei diesem Vulkan besonders schwierig sind, unter anderem weil Vergleichsdaten früherer Ausbrüche fehlen. Von der Eruption 1963 liegen einige Angaben vor, doch dieser Ausbruch scheint sich anders zu entwickeln.

Sie bestätigen ihre früheren Einschätzungen des Gefahrenpotenzials und der Gefahrenzonen. Auch dieses Mal gehen die grössten Risiken von pyroklastischen Strömen und Laharen aus, gefolgt von flüssiger Lava. Ihren Berechnungen zufolge könnte ein pyroklastischer Strom an gewissen Hängen des Agung eine Strecke von 10 km in nur 3 Minuten zurücklegen. Da diese Phänomene beim jetzigen Stand der Ding jederzeit auftreten könnten, wird die Alarmstufe des Vulkans erneut auf die höchste Stufe gesetzt. Damit verbunden ist ein erweiterterter Sicherheitsradius um den Krater von 10 km. Sie behalten sich kurzfristige Änderungen dieser Anweisungen jederzeit vor.

Des weiteren warnen die Experten vor möglicherweise heftigen Ascheniederschlägen. Diese könnten, abhängig von der Windrichtung, sowohl in der Gefahrenzone als auch sonst irgendwo auftreten und seien nicht auf Bali beschränkt.

Bei ihren Empfehlungen ermahnt die Behörde alle beteiligten Parteien, keine Fake News zu verbreiten und unbestätigten Mitteilungen über den Ausbruch des Gunung Agung zu misstrauen.

Nachtrag: Es wird Ascheregen aus Denpasar, Kuta und Sanur gemeldet sowie vom Flughafen, der seit heute morgen geschlossen ist. Hier bei uns, in nur 20 km Entfernung zum Krater, ist kein Aschestäubchen zu sehen. Bisher hat der Wind es gut mit uns gemeint...