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Strombolianische Eruption

Wir sind sie ja langsam gewöhnt, die mehr oder weniger spektakulären phreatischen Ausbrüche der letzten zwei Monate. Zur Erinnerung: Bei phreatischen Ausbrüchen reagiert Wasser mit extremer Hitze, was zu Explosionen führt, bei denen auch Asche aufgewirbelt werden kann. Das führte im Fall des Agung zu den pitoresken Aschewolken, deren grösste im November den Flughafen für 2 Tage lahmlegte.

Nun scheint der Vulkan seine Taktik zu ändern: Gestern Abend gegen 19.20 Uhr Ortszeit produzierte er eine strombolianische Eruption: Hierbei wird heisses, glühendes, vulkanisches Material durch die Luft geschleudert. In unserem Fall wurde die Schlacke über 1000 Meter in die Höhe katapultiert, begleitet von einer 2500 Meter hohen Aschewolke und mässiger seismischer Aktivität.

Leider ist der Berg meistens von Wolken verhüllt, so dass keine wirklich guten Aufnahmen zu finden sind. Wenn man den Vulkan Stromboli, auf einer der Liparischen Inseln nördlich von Sizilien, als Beispiel nimmt, könnte der Ausbruch vielleicht so ausgesehen haben:

Nur etwa dreimal so gross, denn der Stromboli ist ein Zwerg gegen den Agung...