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Auf nach Bali

Die wirtschaftliche Situation hier im Osten Balis ist gegenwärtig etwa so trist wie das Wetter derzeit nass ist, doch Besserung ist in Sicht. Zumindest was das Wetter anbelangt. Zwar hält in der Hauptreisezeit der Zustrom an Gästen aus aller Herren Länder nach Bali an, doch in die strukturschwache Region Ostbalis verlieren sich leider nur die wenigsten von ihnen, obwohl gerade dieser Teil Balis alles zu bieten hat, was man gemeinhin mit dem Paradies assoziiert: liebenswerte, friedliche Balinesen, wunderschöne, malerische Buchten, die von Kokosnusspalmen und farbenfrohen Fischerbooten gesäumt sind, schwarz-goldene Sandstrände, an denen es sich herrlich entspannen lässt, bunte Korallenriffe, die das Schnorcheln oder Tauchen zu einem Erlebnis machen, kulturelle und landschaftliche Sehenswürdigkeiten im Überfluss. Die Aufzählung liesse sich beliebig verlängern. Aber eben, für Kurzaufenthalter wie beispielsweise Gäste aus China, die in der Regel nicht länger als vier Tage hier verbringen, ist die etwa dreistündige Fahrt vom Flughafen in den Osten keine Option. Dass der "Grosse Berg", auf balinesisch der Gunung Agung, höchster und spirituell wichtigster Punkt der ganzen Insel, seit September 2017 vor sich hin rumpelt und gelegentlich kleine Aschewölkchen in den verhangenen Himmel speit, ist der Sache auch nicht förderlich, obwohl er keinerlei Gefahr für Touristen darstellt, solange sie nicht – verbotenerweise – auf ihm herumklettern.

Dass immer mehr Gäste andere Destinationen Bali vorziehen, hat womöglich auch mit dem traditionell leichtfertigen Umgang der Balinesen mit dem Plastikabfall zu tun. Noch vor fünfzig Jahren gab es hier gar nichts aus Plastik. Das Wenige, das man hatte, war rein organischer Natur, und so war es eine lässliche Sünde, ein Bananenblatt, das als Verpackung eines Stücks Reiskuchen diente, kurzerhand in der Natur zu entsorgen. Als dann der Plastik seinen Siegeszug durch die Welt antrat und leider auch in Bali ankam, wurde der Entsorgungsreflex mit dem Bananenblatt flugs auf die Plastiktüte übertragen. Da die Balinesen eine notorische Sturheit an den Tag legen, wenn man sie von oben herab belehren will, reden sich wohlmeinende Umweltaktivisten seit Jahrzehnten die Lippen wund, ohne sichtbaren Erfolg. Doch es besteht Grund zur Hoffnung: Beispielsweise haben zwei junge balinesische Mädchen mit ihrer Initiative "Bye-Bye Plastic Bag" dafür gesorgt, dass seit einigen Monaten die Abgabe von Plastiktüten in den Läden ganz Balis verboten ist. Ausserdem gibt es neben den erwähnten Umweltaktivisten aus dem Ausland auch immer mehr lokale einheimische Initianten, welche die Umwelt sauber halten wollen. Wie bei uns hier in Lipah: Sutha, ein Freund von uns, hat ein 64-köpfiges Team von Kindern dazu motiviert, jeden Sonntag unser Dorf Lipah und den sagenhaft schönen Strand von Plastik zu befreien.

Fazit: Sie möchten Ihre nächsten Ferien im Paradies verbringen? Dann sind Sie in unserem Dorf Lipah genau an der richtigen Adresse: Noch weitgehend unberührt vom Massentourismus des Südens, was sich im geringeren Verkehrsaufkommen bis hin zu den niedrigeren Preisen wiederspiegelt, finden Sie hier den ursprünglichen Charme Balis. In diesen Tagen wird die Regenzeit von üppigem Sonnenschein abgelöst werden, der die Insel buchstäblich in ein neues Licht tauchen wird. Dann beginnt die schönste Zeit für alle Sonnenanbeter und Ruhesuchenden. Also: brechen Sie auf nach Ost-Bali, sie tun sich damit etwas Gutes und helfen mit Ihrem Besuch gleichzeitig der Bevölkerung in schwierigen Zeiten!

Hier geht’s zu Lipah Coral Beach auf Tripadvisor

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